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Formfreiheit ist ein sehr paradoxer Begriff. Sich etwas ohne eine Form vorzustellen, ist schon an sich ziemlich anstrengend. Deshalb betrachten wir die Formfreiheit als eine Abweichung von einer bestimmten definierten Struktur, die sich dann selbst als eine „freie“ Form definiert. Klingt komisch, ist aber so. Das bekannteste Anwendungsgebiet für formfreie Dinge ist wohl das Vertragsrecht. Die Formvorschriften des Rechts sind ein sehr weites Feld. Deshalb wollen wir zum Abschluss der Einleitung nur erwähnen, dass Übereinkünfte des privaten Rechts fast ausschließlich formfrei erfolgen können. Öffentliches Recht bindet sich dagegen fast immer an eine geforderte Formeinhaltung.

Die Formfreiheit oder besser gesagt die sogenannte „Freiform“ hat sich aber besonders in der computergesteuerten Grafikbearbeitung ebenfalls zu einem grundlegenden Bestandteil entwickelt. Zu besonderem Ruhm ist im Zuge der Bild- und Videobearbeitung die Freiform-Deformation gelangt. Viele Filmschnippsel-Freaks werden jetzt sofort die Buchstaben ffd vor Augen haben. Und genau das ist auch die richtige Richtung. Die meisten Filter zur Bilddarstellung basieren auf dem 1986 von Sederberg und Parry entwickelten Verfahren, welche freie Deformationen, also optischen Verzerrungen von Objekten mithilfe von Boxen in Koordinatensystemen ermöglichen. Durch die Angabe weniger Parameter kann also ein Decoder über den Filter ein bewegtes, also auf den Ausgangszustand bezogen „verzerrtes“ Objekt in einer Bildabfolge darstellen. Dies ermöglicht beispielsweise effektive Codecs, wie etwa den oft eingesetzten ffdshow-Filter.

Viele Grafikagenturen, die neben ihren internen Dienstleistungen inzwischen auch direkte Schnittstellen zu potentiellen Kunden und Benutzern anbieten, stellen dabei eine große Anzahl an Werkzeugen zur Bild- und Grafikbearbeitung auf der Grundlage dieser Filter zur Verfügung. Besonders die unzähligen Applikationen für die Erstellung von Online-Grafikprodukten wie Fotobüchern, Visitenkarten, Flyern, Kalendern, Speisekarten undundund haben grundlegend zur einfachen Handhabung meist ein sehr starres, vorgefertigtes Design, also eine Grundform. In dieser lassen sich dann auch nur in bestimmten vordefinierten Parametern einzelne Objekte anordnen. Dies ist auf der einen Seite sehr bequem für den nicht ganz so im Layouten bewanderten Benutzer, aber eine sehr starke innovative Einschränkung für Grafik-Profis.

Formfreier.de versucht konsequent, diese Schranken durch eine individuelle Benutzerverwaltung aufzuweichen. Mit einem Benutzerkonto kann jeder Benutzer alle Formelemente und Werkzeuge völlig frei für sich definieren oder auf beliebte vorgefertigte Templates zurückgreifen. Egal, ob Fotobuch, Fotokalender 2014, Postercollagen oder andere individuelle Grafiken - die Schnittstellen zur Bearbeitung bieten für alle Ansprüche und fast jede Befähigungsstufe das richtige Canvas. Doch nicht nur die Arbeitsfläche des Benutzers fällt unter eine Formfreiheit. Über eine API können absolute Freaks gern auch ihr eigenes PlugIn erstellen und mit einer eigenen, völlig „formfreien“ Schnittstelle auf die verarbeitenden Engines zugreifen. So können sogar Reseller-Dienste angeboten werden, welche mit ihrer eigenen Benutzeroberfläche arbeiten. Und bei allen bleibt die Qualität des gedruckten Endproduktes gleich ansprechend. „Formfreier“ geht es wohl nicht mehr, oder?